Wenn Freistoß, dann besser Kroos

Wenn Freistoß, dann besser Kroos

5. August 2018 0 Von Frank Toebs

Ein bereits vor dem frühen Abgang der Deutschen Nationalmannschaft in Rußland erprobtes Mittel kann auch in der deutschen 2. Liga Wirkung zeigen. Dafür müssen nur die Leute mit dem richtigen Namen auf dem Platz stehen. Kroos sollte man am besten heißen, wenn´s gefährlich werden soll.
Bewährte Standards bei Familie Kroos
  War es in der Nachspielzeit der WM gegen Schweden Toni per Kunstschuss, gelang nun Felix Kroos ein ähnlich sehenswerter Treffer beim Freistoß zum 1:0 fünf Minuten vor Abpfiff. Am ersten Spieltag der 2. Bundesliga lief sonst nicht viel zusammen für den 1. FC Union Berlin.

Felix Kroos beim Fernsehinterview

Felix Kroos erklärt seinen Freistoß

Der Ex-Kapitän Kroos erzielte kurz nach seiner Einwechselung den Treffer des Tages für die Eisernen. Die fast 22.000 Zuschauer, darunter etwa 1600 aus Aue, erlebten am Sonntag keinen rauschenden Start in die Saison 2018/19. Die Witterung spielte aber mit, und es war so fast durchweg erträglich an der Alten Försterei. Was aber Spieltempo, spektakuläre Kombinationen und Einfälle angeht, darf man noch auf Steigerung im Verlauf der Spielzeit hoffen. Union gelang kaum einmal ein gelungener Abschluss, auch Aues Elf brachte vorn nichts Sehenswertes zustande. Bis Felix es seinem Bruder nachmachte. Ein 1:0, von dem es später heißen wird, dass der entmachtete Kapitän bei seinem Schuß Wut im Bauch hatte und es seinen Kritikern zeigen wollte, oder?
Trinkpausen unterbrechen den Rythmus
  Noch ´mal zur Temperatur: Vielleicht ist es Altherren-Ansicht aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, aber wieso in Hälfte zwei am kältesten Nachmittag der letzten zwei Wochen eine Trinkpause erneut den Rythmus der Teams unterbrechen muss, bedarf irgendwie auch der Klärung.
Auer Nebelkerzen
  Aue verhalf auch die „Vernebelungstaktik“ seiner Anhänger mit lila zündenden Rauchbomben in der zweiten Hälfte nicht zu einem Treffer. Wieso die Besucher so lange in einer ungeordneten Schlange warten müssen, um sich kontrollieren zu lassen, dann doch wieder der Einsatz von Verbotenem für Geldstrafen sorgen wird, ist ein ewiges Thema…
Der älteste Spieler auf dem Platz, Christian Tiffert, zu Beginn seiner Laufbahn auch einmal in Berlin bei Tennis Borussia in der Offensive aktiv, spielte übrigens bei den Gästen einen fast fehlerfreien klassischen Libero.